Kapitalertragsteuer – eine Erhebungsform auf die Erträge aus Kapitalanlagen

In Deutschland muss man in der Regel für alle Einnahmen eine Steuer bezahlen, auch für Kapitalerträge. Bei der Kapitalertragssteuer handelt es sich um eine Erhebungsform der Einkommenssteuer sowie der Körperschaftssteuer.

Was ist die Kapitalertragsteuer und wie geht man am besten mit ihr um?

Bei der Kapitalertragsteuer handelt es sich um eine Steuer, die auf Kapitalerträge fällig wird, wie zum Beispiel auf Fonds-Gewinne und Sparbuch-Zinsen.

Seit 1. Januar 2009 wurde die Kapitalertragsteuer in „Abgeltungssteuer“ umgewandelt. Seitdem kommt auf jeden Kapitalertrag ein 25 %iger Steuerabzug.

Als Anleger muss man hier nicht selbst aktiv werden, da die Abgeltungssteuer von den Banken in Deutschland ganz automatisch einbehalten und anschließend an das zuständige Finanzamt abgeführt wird.

Wie hoch ist der Kapitalertragsteuer-Freibetrag 2014, 2015, 2016?

Die gesetzliche Höchstgrenze der Kapitalertragsteuer beziehungsweise des Sparerpauschbetrags liegt

  • bei Einzelpersonen bei 801 Euro und
  • bei einem Ehepaar bei 1.602 Euro.

Kapitalerträge von Kindern können nicht in den Sparerpauschbetrag ihrer Eltern eingerechnet werden.

Dementsprechend können Eltern für ihre minderjährigen Kinder einen gesonderten Freistellungsauftrag stellen. Dieser gilt dann wieder bis zu der gesetzlichen Höchstgrenze von 801 Euro.

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Gibt es eine Kapitalertragsteuer GmbH?

Bei einer GmbH gilt seit 2009 grundsätzlich die gesetzliche Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent aus dem bestehenden Kapitalvermögen. Darunter fallen auch Gewinnausschüttungen.

Gesellschafter können aber auch das sogenannte Teileinkünfteverfahren anwenden. In diesem Falle muss der Gesellschafter zu wenigstens 25 Prozent beteiligt oder auch zu wenigstens ein Prozent beteiligt sowie für die jeweilige Gesellschaft tätig sein.

Höhe: Wie hoch ist die Kapitalertragsteuer?

Die Kapitalertragsteuer beträgt generell 25 Prozent. Dazu kommt noch der Solidaritätszuschlag mit 5,5 Prozent der Kapitalertragsteuer.

Gegebenenfalls wird hier auch die Kirchensteuer fällig, die in der Regel mit acht oder auch neun Prozent der Kapitalertragsteuer berechnet wird.

Besteht eine Kirchensteuerpflicht, dann kann es sein, dass sich die Bemessungsgrundlage durch die Abziehbarkeit der Kirchensteuer verringert.

Mehr Infos zur Bemessungsgrundlage können Sie auf der Seite Wie wird die Kapitalertragsteuer bemessen? nachlesen.

Wie viel Prozent (%) ist die Kapitalertragsteuer?


Die Kapitalertragsteuer beträgt in der Regel 25 Prozent, zuzüglich des Solidaritätszuschlags. Dieser macht 5,5 Prozent der Kapitalertragsteuer aus. Unter Umständen kommt hier dann noch die Kirchensteuer dazu.

Gegebenenfalls kann der Kapitalertragsteuersatz aber auch unter 25 Prozent fallen, wenn es möglich ist, den persönlichen Steuersatz zu wählen.

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Kapitalertragsteuer Kirchensteuer

Seit 01. Januar 2009 wird die Kapitalertragsteuer automatisch von den Banken abgezogen und die jeweiligen Beträge an das Finanzamt übermittelt.

Dasselbe gilt für die Kirchensteuer: Auch diese wird seit Beginn des Jahres 2009 von den Banken an die Finanzämter übermittelt. Somit muss man hierfür nicht mehr selbst tätig werden.

Kapitalertragsteuer Steuererklärung

Die Kapitalertragsteuer wird generell bei jeder Dividenden- oder Zinsauszahlung fällig; sofern man über den Sparerfreibetrag kommt.

Sollten jedoch zu viel Steuern gezahlt werden, dann können diese Beträge gegebenenfalls durch die Steuererklärung zurückgeholt werden.

Hierfür muss man zusätzlich das Formular „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ wahrheitsgemäß ausfüllen und die dementsprechenden Beweise, wie etwa die Kopien der erhaltenen Steuerbescheinigungen, hinzufügen.

Näheres dazu finden Sie auf der Seite Müssen die Kapitalerträge auch in der Einkommensteuererklärung angegeben werden?

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Wie muss man die Kapitalertragsteuer richtig verbuchen?

Bei einem Personenunternehmen sind Zinsen zwar betriebliche Erträge, die den Gewinn aus dem Gewerbebetrieb erhöhen, aber die jeweils anrechenbaren Steuern (zu denen auch die Kapitalertragsteuer gehört) müssen in der Einkommensteuererklärung in der Anlage KAP genannt werden.

Allerdings kommt es hier immer auf die Unternehmensform an!

Bei einer anderen Unternehmensform gibt es in der Buchhaltung jeweils spezielle Konten.

Wer führt die Kapitalertragsteuer ab?

Die Kapitalertragsteuer wird generell ganz automatisch von den Banken an die Finanzämter abgeführt. Somit muss man als Privatperson nicht tätig werden.

Allerdings besteht die Möglichkeit, einen Freistellungsauftrag abzugeben und somit den Sparer-Pauschbetrag zu nutzen.

Der derzeit gültige Pauschbetrag beträgt bei Einzelpersonen derzeit 801 Euro und bei Ehepaaren 1.602 Euro.

Näheres zum Thema Freistellungsauftrag finden Sie auf der Seite Wie wirkt sich der Freistellungsauftrag auf die Kapitalertragsteuer aus?

Wo findet man die aktuelle Kapitalertragsteueranmeldung für 2015 und 2016?

Die aktuelle Kapitalertragsteueranmeldung für 2015 bzw. 2016 kann auf unterschiedlichen Portalen der Finanzverwaltung abgerufen werden, so zum Beispiel auf elsteronline.de.

Außerdem erhält man das Formular in der Regel auch bei

  • den Banken,
  • Versicherungen und
  • Finanzämtern.

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Wann entsteht die Kapitalertragsteuer und wann fällt sie an?

Die Kapitalertragsteuer wird auf die Einkünfte aus Kapitalvermögen fällig. Dazu zählen beispielsweise Erträge aus Investmentfonds sowie Sparbuch-Zinsen.

Die Kapitalertragsteuer wird ganz automatisch von den Banken abgezogen und an die Finanzämter ausbezahlt. In der Regel geschieht das einmal im Jahr.

Die Kapitalerträge müssen mittlerweile nicht mehr in der Einkommenssteuererklärung eingetragen werden.

Ausnahmen sind

  • Kapitalanlagen von Auslandskonten,
  • Erstattungszinsen vonseiten des Finanzamts,
  • Verkauf einer Lebensversicherung und
  • die Zinsen von einem Privatpersonen-Darlehen.

Diese Beträge müssen an das Finanzamt übermittelt werden.

Wann muss man die Kapitalertragsteuer-Anmeldung abgeben?

Die Kapitalertragsteuer muss in der Regel immer bis zum 10. des Folgemonats abgegeben werden. Das gilt auch für den Solidaritätszuschlag.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Für Dividenden sowie andere, vergleichbare Bezüge, muss eine Anmeldung genau dann erfolgen, wenn die jeweiligen Kapitalerträge dem betreffenden Gläubiger zufließen.

Wann wird die Kapitalertragsteuer angerechnet?

Die Kapitalsteuer wird von den Banken direkt abgezogen und an die das jeweils zuständige Finanzamt geschickt. Mit diesem Einbehalt gilt die Kapitalsteuer bereits als abgegolten.

Handelt es sich jedoch beispielsweise um andere Anlagen, wie etwa:

  • den Verkauf einer Lebensversicherung oder
  • die Kapitalanlagen eines Auslandskontos,

dann muss dies in der Anlage KAP erwähnt und in der jährlichen Einkommenssteuer angegeben werden.

Wann muss die Kapitalertragsteuer abgeführt werden?

Die Kapitalsteuer wird von den Banken direkt an das zuständige Finanzamt abgeführt. In der Regel erfolgt dies einmal im Jahr.

Wird die Anlage KAP der Einkommenssteuer zugefügt, dann muss diese zusammen mit der Steuererklärung für das Vorjahr bis spätestens bis Ende Mai beim Finanzamt eintreffen.

Nähere Infos dazu finden Sie auf der Seite Müssen die Kapitalerträge auch in der Einkommensteuererklärung angegeben werden?

Warum gibt es Kirchensteuer auf Kapitalerträge?

Die Kirchensteuer ist deshalb an die Kapitalerträge der Kirchenmitglieder gebunden, da sie Rücksicht auf die jeweilige finanzielle Situation nimmt.

Wer wenig Kapitalerträge besitzt und unter dem Freibetrag liegt, der bezahlt nichts.

Kirchenmitglieder, mit höheren Kapitalerträgen zahlen dementsprechend mehr. So kann die Kirche einerseits Steuern einziehen und ihre verschiedenen Aufgaben damit bewältigen und andererseits erfolgt so keine finanzielle Überbelastung der Mitglieder.

Warum zahle ich eigentlich Kapitalertragsteuer?

Die Kapitalsteuer gilt als eine besondere Erhebungsform der anfallenden Einkommenssteuer. So handelt es sich bei den Kapitalerträgen gewissermaßen um eine Art Einkommen, das vom Staat dementsprechend besteuert wird.

Was fällt alles unter Kapitalerträge?

1070232_14994480 by kezze  - freeimages.comUnter Kapitalerträge fallen seit dem 01. Januar des Jahres 2009

  • Zinserträge,
  • realisierte Kursgewinne,
  • Gewinne aus Spekulationen sowie
  • Bonuszahlungen.

Des Weiteren muss daran gedacht werden, dass das nicht nur für die Kapitalerträge innerhalb von Deutschland gilt. Wer im Ausland Kapitalerträge verbucht, der muss diese ebenfalls hierzulande beim Finanzamt angeben.

Was unterliegt alles der Kapitalertragsteuer?

Der Kapitalertragsteuer unterliegen private Einkünfte aus verschiedenen
Vermögensanlagen
. Dies gilt jedoch nur dann, wenn die Vermögensanlagen den Sparer-Pauschbetrag übertreffen.

Bei einer Einzelperson liegt der Sparer-Pauschbetrag bei 801 Euro und bei Ehepaaren dementsprechend bei 1.602 Euro.

Kapitalerträge aus unternehmerischen Tätigkeiten müssen in die Einkommenssteuerveranlagung mit einfließen.

Wer behält Kapitalertragsteuer ein?

Die Kapitalertragsteuer wird generell von den jeweiligen Banken einbehalten und an das Finanzamt weitergeleitet. Somit erhält man den dementsprechenden Betrag nicht ausbezahlt und muss sich somit auch um nichts kümmern.

Wer ist verpflichtet, die Kapitalertragsteuer einzubehalten?

Hierzulande ist in der Regel jedes im Inland tätige Kreditinstitut dazu verpflichtet, die Kapitalertragsteuer einzubehalten und diese anschließend an das jeweils zuständige Finanzamt abzuführen.

Wo kann man die Kapitalertragsteuer zurückfordern?

Wurde zu viel Kapitalertragsteuer bezahlt, dann kann diese im Rahmen der Einkommenssteuererklärung zurückgefordert werden.

Hier muss die Anlage KAP wahrheitsgemäß ausgefüllt und anschließend mit sämtlichen dementsprechenden Belegen ausgestattet werden.

Die Anlage wird dann ganz einfach der Einkommenssteuererklärung beigefügt und mit ihr zusammen beim Finanzamt abgegeben.

Wie wird Kapitalertragsteuer berechnet?

Für die Berechnung der Kapitalertragsteuer gilt der Abgeltungssteuersatz von derzeit 25 Prozent, zuzüglich des Solidaritätszuschlags, der im Moment 5,5 Prozent beträgt. Gegebenenfalls muss hier ebenfalls noch die Kirchensteuer berücksichtigt werden.

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Wie die Bezeichnung bereits verrät, wird die Steuer auf die vorhandenen Kapitalerträge, abzüglich des Pauschalbetrags, angerechnet.

Wo muss man die Kapitalertragsteuer eintragen?

Wird die Kapitalsteuer bei der Einkommenssteuererklärung mit angegeben, dann muss diese in das Formular KAP eingetragen werden. Hier muss man jedoch unbedingt darauf achten, dass man nicht nur die jeweiligen Einträge vornimmt, sondern dass ebenfalls die dementsprechenden Belege, in der Regel als Kopie, beigefügt werden.

Abkürzungen und Definition der Kapitalertragssteuer

Gängige Abkürzungen für die Kapitalertragssteuer sind KE St, KapE ST, Kap ST und KapErt ST.

Durch das Unternehmenssteuerreformgesetz 2008 wurde die Kapitalertragssteuer im Sinne einer Abgeltungssteuer für Privatanleger umfassend reformiert.

Die Kapitalertragssteuer wird von der auszahlenden Stelle wie Bank und Kapitalgesellschaft als Quellensteuer einbehalten und ans Finanzamt abgeführt.

Die Steuer beträgt 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag.

Es besteht aber auch die Möglichkeit weniger als 25 Prozent zu bezahlen, wenn der persönliche Steuersatz genommen wird. Das muss der Steuerzahler beim Finanzamt beantragen.

Durch eine Überprüfung wird festgestellt, ob mit dem persönlichen Steuersatz die Steuerlast reduziert wird. Wenn das der Fall ist können Kapitalerträge auch mit weniger als 25 Prozent besteuert werden.

Mit dem Kapitalertragsteuer Rechner kann jeder die Höhe der zu zahlenden Kapitalertragsteuer berechnen. Da die Kapitalertragssteuer eine Form der Einkommenssteuer ist ersetzt sie diese teilweise.

Unterschiedliche Einkünfte werden verschieden besteuert, was mit der Art der Kapitaleinkünfte zusammen hängt. Eine gegebenenfalls zu bezahlende Kirchensteuer wird ebenfalls mit der Kapitalertragssteuer einbehalten.

Mit einem Freistellungsauftrag oder einer Nichtveranlagungsbescheinigung können Steuerzahler die Belastung reduzieren.

Bei bereits bezahlten Kapitalertragssteuern kann unter Umständen auch eine nachträgliche Erstattung möglich sein, wenn bestimmte Belege vorgelegt werden.

Personen die generell von der Steuer befreit sind, können ihre Bank veranlassen für sie einen Sammelantrag zu stellen. Damit wird verhindert, dass die Kapitalertragssteuer automatisch abgezogen und das Einkommen gemindert wird.

Kapitalertragsteuer für Kapitalanlagen im Ausland

Die Erträge von ausländischen Kapitalanlagen werden in Deutschland nur dann besteuert, wenn sich entweder der Gläubiger oder die Zahlstelle im Inland befinden. Wenn das nicht der Fall ist werden die Kapitalerträge entsprechend den Gesetzen des jeweiligen Landes versteuert, in dem auch die Auszahlung vorgenommen wird.

1190093_58061576 by Ambrozjo - freeimages.comDurch das sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen ist es möglich diese Steuersätze zu senken. Da andere Länder oftmals höhere Steuersätze haben als das Heimatland, lohnt es sich die Kapitalertragssteuer zu berechnen, um zu sehen ob eine Steuerminderung möglich ist.

In fast allen europäischen Ländern unterliegen die Erträge aus Kapitalvermögen der jeweiligen Einkommenssteuer.

Mittels der Kapitalertragssteuer wird die auf Kapitalerträge entfallende Einkommensteuer oft direkt an der Quelle eingefordert, um den Steueranspruch zu sichern. Die Kapitalertragsteuer wird vom Zahlenden für den Empfänger einbehalten und an die Finanzbehörde überwiesen. Staaten der EU und andere Staaten sichern sich gegenseitig den Steueranspruch auf Kapitalerträge mit dem Meldeverfahren oder der Quellensteuer in Höhe von 35 Prozent, auch EU-Zinssteuer genannt.

In Deutschland wird die Abgeltungssteuer auf Zinserträge, Dividenden und Kursgewinne erhoben. Die Steuersätze liegen zwischen 26,4 und 27,8 Prozent.

Bei Steuerausländern wird allerdings keine Abgeltungssteuer für Zinsen erhoben. Die Abgeltungssteuer setzt sich aus 25 Prozent Kapitalertragsteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zusammen.

In einigen anderen Ländern wird auf Kursgewinne keine Abgeltungssteuer erhoben.

  • Dänemark und Litauen erheben keine Abgeltungssteuer auf Zinsen
  • Griechenland und Malta wird keine Abgeltungssteuer auf Dividenden erhoben

In Deutschland ist die Fälligkeit der Kapitalertragssteuer immer spätestens am 10. des Folgemonats, in dem sie einbehalten wurde. Für Kapitalgesellschaften gelten andere Vorschriften. Hier ist die Fälligkeit der Kapitalertragssteuer zum Zeitpunkt der Gewinnausschüttung an die Anteilseigner vorzunehmen.

Keine Kapitalertragsteuer für vor 2005 abgeschlossene Lebensversicherungen

Da auch kapitalbildende Lebensversicherungen ein Kapitalvermögen sind, wird die Kapitalertragsteuer Lebensversicherung ebenfalls direkt an das Finanzamt abgeführt.

Die Steuer wird allerdings nicht für kapitalbildende Lebensversicherungen erhoben die vor 2005 abgeschlossen wurden. Diese Versicherungen werden noch steuerfrei ausbezahlt, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre bestanden hat und die Beiträge über fünf Jahre bezahlt wurden. Bedingung für die Steuerbefreiung ist zudem, dass ein Todesfallschutz von mindestens 60 Prozent besteht.

Wenn vor 2005 abgeschlossene Verträge vorzeitig beendet werden, muss die Kapitalertragsteuer auf Lebensversicherungen bezahlt werden.

Für ab dem 1. Januar 2005 abgeschlossene Lebensversicherungen wird die Kapitalertragsteuer fällig. Wenn die Versicherungsnehmer über 60 Jahre alt sind wird nur die Hälfte vom Kapitalertrag mit ihrem persönlichen Steuersatz versteuert.

Jeder kann selbst die Kapitalertragsteuer berechnen. Dazu wird die Differenz zwischen Versicherungsleistung und Beitragszahlung ermittelt und das Ergebnis ist der Kapitalertrag. Wenn die Voraussetzungen nicht zutreffen, wird auf den gesamten Kapitalertrag der persönliche Steuersatz als Kapitalertragsteuer abgezogen.

Durch die Entnahme von Teilbeträgen kann die Last auf mehrere Jahre verteilt werden.

Mit dem Kapitalertragsteuer Freibetrag können die Kapitalerträge reduziert werden.

Pro Person wird neben den Werbungskosten auch der Sparer Freibetrag in Höhe von 801 Euro abgezogen. Ehepaare die zusammen veranlagt sind können 1602 Euro als gemeinsamen Sparerfreibetrag abziehen. Dadurch wird der Kapitalertrag gemindert und somit auch die Kapitalertragsteuer der Lebensversicherung.

Kapitalertragsteuer berechnen mit dem Kapitalertragsteuer Rechner

Mit dem Kapitalertragsteuer Rechner kann man die Kapitalertragsteuer berechnen, um genau die Höhe für beispielsweise die Kapitalertragsteuer 2015 zu ermitteln. Wenn zu viel Kapitalertragsteuer bezahlt wurde, kann diese nur in einer bestimmten Frist und mit viel Aufwand zurück gefordert werden.

Dafür müssen bestimmte Belege vorgelegt werden, die mitunter erst einmal besorgt werden müssen. Ob die Steuerlast gesenkt werden kann, muss jeder Steuerzahler selbst überprüfen. Die Finanzämter sind nicht verpflichtet die jeweilige Situation zu prüfen, sodass Steuerbegünstigungen grundsätzlich nur auf Antrag gewährt werden.

Wer im Besitz einer Nichtveranlagungsbescheinigung ist, muss keine Kapitalertragssteuer bezahlen. Wer ein sehr geringes Einkommen hat, das unter dem Grundfreibetrag liegt, kann beim zuständigen Finanzamt die Bescheinigung auf dem amtlich vorgeschriebenen Vordruck beantragen.

In der Regel sind das Rentner oder Kinder die über ein sehr niedriges Einkommen verfügen. Eine Minderung der Kapitalertragsteuer 2012 oder jeden anderen Jahres ist auch mit einem Freistellungsauftrag möglich.

Die Wirkung von einem gemeinsam erteilten Freistellungsauftrag von Ehepaaren für Gemeinschaftskonten entfällt, wenn einer der Ehegatten stirbt.

Bis zum Ende vom laufenden Veranlagungszeitraum ist der gemeinsame Freistellungsauftrag für Kapitalerträge noch gültig. Wenn ein Partner im Jahr 2015 verstorben ist, dann ist der Freistellungsauftrag für die Kapitalertragsteuer 2015 noch gültig. Ab 2016 wird dann nur noch der Einzel-Freistellungsauftrag von insgesamt 801 Euro berücksichtigt.

Verluste mit Kapitalerträgen verrechnen

Wenn mit Kapitalanlagen Verluste erzielt werden, können diese mit Kapitalerträgen einer anderen Bank verrechnet werden. Hierzu muss eine Verlustbescheinigung beim betreffenden Institut eingeholt werden.

Das muss bis zum 15. Dezember des jeweiligen Steuerjahres erfolgen. So kann Kapitalertragsteuer die bei Kapitalerträgen über den Freistellungsauftrag einbehalten wurden, bei der Steuerveranlagung vom Finanzamt erstattet werden. Das ist allerdings nur mit dem bescheinigten Verlust möglich.